Archiv für Januar 2011

PostHeaderIcon Der Garten ist mein Spielplatz

In unserem Garten ist viel los, nicht nur, was die Blumen und Bäume angeht, deren Namen ich noch lange nicht alle kenne. Aber so ein Garten macht auf jeden Fall Spaß, das finden meine Eltern auch. Meine Mutter, die an der Schule unterrichtet, dort mit vielen Kindern zu tun hat, die “noch unartiger” als ich sein sollen, meint immer wieder, wie erholsam sie es findet, im Garten ihre freie Zeit zu verbringen, Unkraut zu rupfen etc. Ich weiß ja nicht, mir machen auf jeden Fall andere Sachen im Garten Spaß. Ich finde es sehr schön, im Sommer in meinem Swimming Pool Stunden zu verbringen und danach ein Eis auf der Terrasse zu essen. Das ist mein Gartenvergnügen!
Aber ich habe auch seit neustem noch etwas Tolles, und zwar Berg Trampoline in zwei Größen. Da können wir dann zu zweit springen, auch mal von einem zum anderen wechseln, was einfach spannend ist. Berg Trampoline halten auch was aus, denn mein Freund Max gehört zu den Kindern, die richtig dick sind. Ich nicht. Aber das kriegen wir auch noch hin, denn der kommt jetzt regelmäßig zum Sport zu uns.
Was ich neben meinem eigenen Beet noch im Garten habe? Einen Fuhrpark (so nennt es mein Vater) Dinocars, mit denen ich ewige Runden drehe, gerade, wenn ich eigentlich ins Haus kommen soll. Aber was soll ich da, wenn ich draußen mit meinen Dinocars spielen kann? Das ist doch fast wie ein Rennen zu fahren, andere Kinder mit Dinocars kommen dazu, und los geht es. Das sind alles Sachen, die man in der Großstadt nicht hat, wo man nur auf einen öden Vorplatz guckt. Da habe ich es schon besser, finde ich, kann immer hinaus, habe viel Bewegung, keinen Autolärm. Darum sind wir ja damals auch hierher gezogen, obwohl meine Eltern beide Großstädter sind.

PostHeaderIcon Der Winter ist zurück

Bei den  Wetteraussichten im Fernsehen ist es angekündigt worden, aber ich will es nicht wahrhaben. Der Winter ist zurück. Heute Morgen ist es merklich heller draußen als sonst, was daran liegt, das der Mond den Schnee reflektiert. Und schon ruft die Pflicht des Schneeräumens, damit niemand ausrutscht oder ein Bußgeldbescheid von der Stadt ins Haus flattert. Noch ist der Schnee sehr locker und es besteht die Hoffnung, dass er heute Abend wieder verschwunden ist. Zum Räumen nehme ich den Holzschieber mit der Metallkante, weil der aufgeladene feuchte Schnee gut abrutscht. Am Metallschieber bleibt er pappen und es muss jedes Mal nachgeholfen werden, um ihn an der gewünschten Stelle abzulegen.

Wie gut, dass ich das Vogelhäuschen noch nicht abgenommen habe. Ich bahne mir einen Trampelpfad über die Wiese zum Futterplatz und versorge die Piepmätze mit Sonnenblumenkernen und einem neuen Meisenring. Hinter dem Haus werde ich jetzt nicht räumen, vielleicht löst sich das Problem von selbst, denn die Temperaturen sollen wieder steigen. Langsam wird es hell draußen.

Ich gehe in den Vorgarten und hoffe, dass meine enthusiastisch gepflanzten Stiefmütterchen den Kälteeinbruch überlebt haben. Zwischen der weißen Decke kommt hier und da ein bunter Fleck hervor. Bei genauem Hinsehen kann ich zufrieden sein. Die Dame in der Gärtnerei hat mich gut beraten beim Kauf dieser robusten Frühblüher. Für die Primeln hatte ich noch keine Zeit zum Einpflanzen, sie schmücken den Kellervorraum.

Nun ist wieder Geduld angesagt, bis die Gartenarbeit richtig beginnen kann. Bis dahin werde ich die Zeit nutzen, um den Keller aufzuräumen und das Gartenwerkzeug zu inspizieren. Vielleicht findet sich dann das richtige Ding am richtigen Ort, wenn es gebraucht wird. Die Blumenkübel sollten nach dem Winter gründlich gereinigt werden und alles was mit Gartendeko zu tun hat ebenfalls. Selbstverständlich haben wir nichts schmutzig in den Keller gestellt, aber nach ein paar Monaten staubt alles etwas ein oder Spinnen ziehen ihre Netze drüber. Ich hoffe, morgen riecht es wieder nach Frühling.

PostHeaderIcon Wintergarten

Als Kind war der Wintergarten für mich gleichbedeutend mit dem Garten im Winter. Erst als unsere Nachbarn anfingen, ihre Terrasse zu überbauen und ihr Wohnzimmer praktisch verlängerten, hörte ich in diesem Zusammenhang das Wort Wintergarten. Später lernte ich, dass diese Anbauten zuerst im 18. Jahrhundert in England modern wurden. Damals wurden dort Pflanzen untergestellt, denen es draußen zu kalt gewesen wäre. Überall wurden kunstvolle Konstruktionen aus Glas und Stahl gebaut, die teilweise noch heute zu bewundern sind. Irgendwann wurden daraus Wohnräume in denen selbst im Winter etwas Sonne genossen werden konnte.

Waren Wintergärten früher nur etwas für Reiche, so haben heute sogar viele Reihenhäuser einen Wintergarten. Und jetzt möchte ich auch einen haben. Mein riesengroßer Balkon benötigt eine neue Überdachung. Das wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt ihn in einen Wintergarten zu verwandeln. Mein Budget wird darüber entscheiden, welchen Anbieter ich wählen werde, zuerst muss aber gründlich geplant werden.

Die Konstruktion, die alles tragen muss gibt es in Holz, Kunststoff oder Aluminium. Holz sieht natürlich aus, muss aber irgendwann behandelt werden, was nur mit Gerüst möglich ist und zusätzliche Kosten verursacht. Praktisch und pflegeleicht sind Kunststoffprofile wie beim Fensterbau. Aber was ist mit der Schneelast ? Ein gewölbtes Dach ist die Lösung, so könnte der Schnee immer sofort auf den Hof abrutschen und niemand müsste halsbrecherische Übungen vollziehen. Der Fachmann muss entscheiden, ob eine Aluminium-  oder Stahlkonstruktion sinnvoller ist.

Die Verglasung ist eine Wissenschaft für sich. Im Sommer soll es nicht zu heiß und im Winter nicht zu kalt werden. Das Glas muss sehr stabil aber nicht zu schwer sein und soll möglichst einen UV-Schutz bieten. Spezialisten nennen Wintergärten Thermisch labil und empfehlen sog. Funktionsglas. Es ist wie mit einem schönen Auto, nach oben ist alles offen. Jetzt werde ich ein paar Angebote anfordern und dann entscheiden, wie es weiter geht.

PostHeaderIcon Kakteen überwintern

Meine kleine Sammlung von Kakteen steht auf einer Fensterbank, die sehr viel Sonne bekommt. Es sind acht Stück und sie sehen sehr verschieden aus. Bisher wusste ich auch nicht, wie sie botanisch heißen. Sie begleiten mich schon seit vielen Jahren und jede hat ihre eigene Geschichte, an die ich mich genau erinnern kann. Alle wurden mir zu einem bestimmten Anlass geschenkt. Wahrscheinlich haben sie nicht immer die Pflege bekommen, die sie verdient haben, aber ich war bis heute unwissend, was das angeht. Einmal habe ich mich geärgert, weil ich aus Versehen in eine hineingepackt habe und mein Handballen selbst wie ein Kaktus aussah. Es war nicht nur schmerzhaft sondern auch kompliziert die winzigen Stacheln wieder heraus zu bekommen.

Im Wartezimmer beim Zahnarzt habe ich zufällig etwas über Kakteen gelesen und weiß nun, dass sie im Winter nicht gegossen werden dürfen. Stehen sie aber auf der Fensterbank vertragen sie jeden Monat einen kleinen Schluck Wasser. Ich wusste, dass sie bescheidene Pflanzen sind, denn manchmal habe ich sie vergessen zu gießen und sie haben es überlebt.

Plötzlich gilt mein Interesse auch winterharten Kakteen. Größere Exemplare geben dem Balkon oder der Terrasse ein exotisches Flair. Sie müssen aber Schutz vor Regen haben, damit sie nicht aufweichen und faulen. Am Besten ist ein überdachter Winkel, wo trotzdem genug Sonne hinkommt. Da die letzten Winter wirklich sehr kalt waren, werde ich die Pflanzen zum Ende der Sommersaison reinholen. Sie werden dann noch einmal kräftig gegossen und bekommen bis zum Februar kein Wasser mehr. Im Treppenhaus im Dachgeschoss können die Kakteen überwintern. Sie sind dort nicht der Sonne ausgesetzt, stehen aber auch nicht im Dunkeln. Wer nicht so ein schönes Plätzchen für den Winterschlaf zur Verfügung hat und nur der Keller in Frage kommt, der sollte die Kakteen im Frühjahr langsam an das Tageslicht gewöhnen. Sie sind wirklich genügsam und danken uns die richtige Pflege mit wunderschönen Blüten.

PostHeaderIcon Ein Hauch von Frühling

Heute Morgen öffne ich die Balkontür und merke sofort, dass etwas geschehen ist. Die Luft ist so angenehm frisch und der Dunst und die Feuchtigkeit der Wintermonate scheint es nie gegeben zu haben.  Die Natur ist erwacht, wir können es hören. Von allen Seiten höre ich die Vögel zwitschern. Vielleicht bedanken sie sich für die gute Winterfütterung. Ich gehe hinunter in den Garten und nehme das Vogelhäuschen ab. Wenn es gereinigt ist, kommt es in den Keller zum Winterschlaf.

Mein Blick fällt auf die Ökobepflasterung des Gartenweges. In den Zwischenräumen kommt das erste hartnäckige Grün hervor, sogar ein Gänseblümchen macht sich breit. Alle gepflasterten Flächen unseres Grundstücks müssen nun von Moos und Schmutzresten befreit werden. Dann lassen wir Split anliefern und füllen die Spalten zwischen den Steinen wieder auf, damit das Regenwasser keine Unterspülung hervorruft. Ökosteine mit Ökountergrund gelten als nicht versiegelte Fläche und werden somit von der Kommune nicht mit Gebühren belegt.

Der Rasen macht noch einen erholungsbedürftigen Eindruck. Das Tauwasser des Schnees und die darauf folgenden Regengüsse haben Pfützen hinterlassen. Zum Glück wird es merklich wärmer, dass heißt der Boden wird trockener. Dann müssen das restliche Laub und alles, was so von den Bäumen geweht wurde eingesammelt werden. An einigen Stellen machen sich schon Krokusse auf den Weg ans Licht. Das ist ein Hauch von Frühling. Der Kirschlorbeer hat mal wieder gelitten. In jedem Winter bekommt er trotz des vielen Schnees nicht genug zu Trinken. Zuerst haben wir gedacht, er sei erfroren, weil er teilweise braune Blätter bekommt. Eine Gärtnerin hat uns dann darauf hingewiesen, dass Kirschlorbeer auch im Winter vertrocknen kann. Zum Glück ist er sehr robust und erholt sich im Frühjahr wieder.

Jetzt werde ich in den Vorgarten gehen und ein wenig aufräumen. Bei starkem Wind fällt alles von den Bäumen, was nicht total fest ist und landet auf den vom Winter hart mitgenommenen Pflanzen. Es wird noch ein Weilchen dauern, bis wieder alles blüht.

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