Archiv für Mai 2011

PostHeaderIcon Der Buchsbaum

Buxus Sempervirens ist der botanische Name für den gewöhnlichen Buchsbaum, der überall auf Friedhöfen als Grabeinfassungen dient. Vielleicht ist er dort besonders beliebt, weil er wenig Arbeit macht und nur sehr langsam wächst. Seine immergrünen ovalen Blätter lassen sich problemlos schneiden so dass die Grabpflege nicht zu aufwendig wird. Buchsbaum ist schon seit Jahrhunderten bekannt, wurde jedoch in der Renaissance ein Favorit in der französischen und italienischen Gartenarchitektur. Dieser Gartentrend verbreitete sich über ganz Mitteleuropa so dass wir heute noch Schlossgärten mit hohen Buchsbaumhecken bewundern können, die eine Höhe von bis zu acht Metern schaffen. Ein Blick aus der Vogelperspektive in diese Gärten lässt sie wie ein Gemälde erscheinen. Blumenbeete sind von Buchsbaumpflanzen durchzogen und eingerahmt, ähnlich einem Pinselstrich auf der Leinwand. Rückzugsorte für vertraute Gespräche finden sich häufig am Rand des Arials umgeben von hohem Buchsbaum. Eine besondere Spielerei waren schon sehr früh Irrgärten aus dieser Pflanze. Sie sind auf der ganzen Welt beliebt und zum Teil ein lohnendes Ausflugsziel. Für den Geheimagenten Randoll Coate wurden sie zur Leidenschaft. Er entwarf über 50 Irrgärten in verschiedenen Ländern, die meisten für Privatleute. Buchsbaum ist ideal für die Gartengestaltung, weil er sich gut in Form schneiden lässt. Es scheint uns ein Bedürfnis zu sein, Ordnung vor und hinter dem Haus zu haben, deshalb überlassen wir den Garten nicht sich selbst. Auch Firmengelände sind häufig mit Buchsbaumhecken eingefasst und ein Spalier aus in Form geschnittenen Buchsbäumen führt zum repräsentativen Eingangsbereich. Für südländisches Flair sorgen Buchsbaumkugeln in Terracotta-Pflanzgefäßen, die auf Treppen und im Hauseingang sehr einladend wirken. Ist im Garten eine Buchsbaumhecke vorhanden, darf sie gerne einen modernen Schnitt bekommen. In Wellenform oder mit heraus gearbeiteten Motiven verliert sie den dunklen Charakter und passt sich moderner Architektur an.

Das Holz des Buchsbaums ist besonders hart und wird im Geigen- und Holzblasinstrumentenbau verwendet. Holzschnitzer schätzen dieses Material ebenfalls und fertigen daraus traditionelle Skulpturen und Figuren.

PostHeaderIcon Radieschen

Endlich sind die selbst gezogenen Radieschen da. Zum ersten Mal haben wir sie in Blumenkästen gesät und sind erstaunt, wie gut sie gelungen sind. Schon im März kann es losgehen. Wichtig ist, dass das Pflanzgefäß tief genug ist und der Abstand der Samenkörner 4 – 5 cm beträgt. Ansonsten hängen die Radieschen zu dicht aufeinander und können sich nicht richtig entwickeln. Das Ergebnis ist dann sehr spillerig. Starke Sonneneinstrahlung ist nicht besonders förderlich, aber schön feucht sollte die Erde sein. Nach etwa vier Wochen zeigen sich die prallen roten Kugeln. Je mehr Feuchtigkeit sie während des Wachstums erhalten haben, desto milder ist ihr Geschmack. Trockene Radieschen werden schrumpelig und bekommen eine zu starke Schärfe. Bis September kann immer wieder nachgesät werden, so dass den ganzen Sommer über Erntezeit ist. Wer lieber im Garten Radieschen anbaut, sollte warten, bis der Boden mindestens 10° C erreicht hat. Dann Reihen mit einem Abstand von 10 cm ziehen und nach dem gleichen Prinzip vorgehen wie auf dem Balkon. Bis Oktober gibt es dann eigenes Biogemüse.

Radieschen erhalten ihre Schärfe durch die hohe Konzentration an Senfölen. Diese helfen dem Körper beim „Frühjahrsputz“ und regen die Gallenproduktion an. Wer regelmäßig davon isst, wird keine Verdauungsprobleme bekommen, außerdem wirken sie entzündungshemmend. Ihre praktische Form lässt sich gut zum Schulbrot legen oder mit zur Arbeit nehmen. Vor allem im Sommer sind sie herzhaft und erfrischend zugleich. Mit nur 14 Kcal auf 100 g sind sie der ideale Begleiter einer Abspeckkur, machen aber auch optisch auf allen Salaten und Sandwiches einen tollen Eindruck.

Beim Kauf von Radieschen immer einen Blick auf die Wurzeln und Blätter werfen. Vergilbte Blätter und unschöne Wurzeln sind ein Zeichen für schlechte Ware. Nur frisch schmecken sie gut und sollten deshalb zügig verbraucht werden. Übrig gebliebene Radieschen können in ein feucht eingewickeltes Tuch ein paar Tage im Kühlschrank bleiben. In Kunststoffdosen verlieren sie an Qualität.

PostHeaderIcon Erdbeeren

Schon der Gedanke an Erdbeeren mit frischer Sahne oder Vanilleeis löst einen Schluckreflex aus. Dieser fruchtige Geschmack in Verbindung mit dem kraftvollen Rot macht uns einfach glücklich. Genuss ohne Reue bieten Erdbeeren pur, denn sie haben wenige Kalorien und enthalten mehr Vitamin C als Zitronen oder Apfelsinen.

Im Handel werden das ganze Jahr über Erdbeeren angeboten, die einmal um den Erdball transportiert werden oder in Südeuropa unter Planen mit Hilfe von Chemie großgezogen werden. Da in unseren Breiten auch Erdbeeren wachsen, lohnt sich ein Versuch im heimischen Garten. Unter den über Tausend Sorten gibt es spezielle Gartenerdebeeren, die einen reichen Ertrag versprechen. Einsteiger des Erdbeeranbaus sollten sich im Fachhandel beraten lassen. Billige Massenware neigt häufig zu Wurzelfäule oder anderen Krankheiten. Wer Qualität ernten möchte, muss auch Qualität einpflanzen. Die beste Pflanzzeit ist Juli/August, aber manchmal klappt es auch schon nach den Eisheiligen. Ein sonniger und windgeschützter Platz im Garten ist der richtige Standort. Erfahrungen zeigen, dass sehr früh gepflanzte Erdbeeren weniger Früchte tragen, als spät eingesetzte. Moderne Züchtungen wachsen in fast allen Böden, wichtig ist eine regelmäßige Düngung mit Humus. Der Abstand von einer Reihe zur nächsten sollte 60 cm betragen und zur nächsten Pflanze jeweils 30 cm. Die Wurzeln brauchen ausreichend im Platz in der Erde und das so genannte Herz der Pflanze muss über der Erdoberfläche sein. Damit die zu erwartenden Früchte nicht auf dem feuchten Boden aufliegen und schimmeln, etwas Stroh unter die Blätter legen. Zu Beginn  morgens und abends gießen, um ein Austrocknen zu verhindern. Nur reife, rote Früchte sollten geerntet werden, da Erdbeeren nicht nachreifen. Wir kennen das Problem bei Supermarkt-Erdbeeren. Häufig ist die Hälfte des Schaleninhalts noch grün und von Süße ist nichts zu schmecken.

Auch auf dem Balkon lassen sich Erdbeeren züchten. Spezielle Sorten, wie Hängeerdebeeren passen in jeden Pflanzkübel oder Blumenkasten.

PostHeaderIcon Hecken im Garten

Seit Jahrhunderten dienen Hecken zur Einfassung landwirtschaftlicher Flächen und tragen zum ökologischen Gleichgewicht der Natur bei. Sie bremsen den Wind und sorgen dafür, dass der Boden nicht austrocknet und fungieren als Lärmschutz. Viele Tier- und Vogelarten finden dort ihr zu Hause. Im eigenen Garten sind sie nicht nur eine optische Bereicherung sondern filtern Abgase, Staub und Schmutz. Hecken sind ein idealer Sichtschutz vor neugierigen Blicken der Nachbarn oder Passanten und tragen dazu bei, dass die Privatsphäre nicht gestört wird. Welch ein Glück, wenn das erworbene Grundstück von einer hohen Hecke umgeben ist. So mancher Garten wirkt dadurch sehr romantisch. Vor dem Kauf des Arials sollte der Schattenwurf verfolgt werden, schließlich möchte niemand auf ein sonniges Plätzchen verzichten. Beim Anlegen einer neuen Hecke ist es ratsam, einen Experten hinzuzuziehen. Schon bei der Auswahl der eng beieinander stehenden Sträucher sollte an die späteren Bewohner gedacht werden. Hecken aus nicht heimischen Gehölzen wie Lebensbaum oder Buchsbaum finden sich in fast allen Gärten von Reihenhaussiedlungen. Sie erfüllen ihren Ordnungszweck und werden ordentlich in Fasson geschnitten, geben den Vögeln und Insekten jedoch kaum Nahrung. Große Gärten, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher Blumen und Sträucher wachsen, können sich diese Art Hecken leisten. Hier gibt es genug Alternativen zur Futtersuche. Kunstvoll in Form geschnittene Buchsbaumhecken machen aus einem romantischen Garten ein Klein-Versailles. Hecken mit Beerenfrüchten, wie Berberitze, Rotdorn und Weißdorn sehen prächtig aus, verleiten Kinder aber zum Probieren. Liguster, Rotbuche und Kirschlorbeer entwickeln sich zu voluminösen Hecken, die oft geschnitten werden müssen. Dabei ist zu beachten, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September wegen der Brutzeit der Vögel der Heckenschnitt durch das Bundesnaturschutzgesetz verboten ist. Einzelregelungen hierzu haben die Bundesländer getroffen. Des lieben Friedens willen sollten die Nachbarn von einer geplanten Hecker erfahren. Der Grenzabstand beim Pflanzen der Sträucher soll 1,5 m betragen.

PostHeaderIcon Gießkannen

Heute habe ich mich wieder über unsere große Gießkanne geärgert. Wegen der Trockenheit wollte ich schon früh morgens die Blumen im Vorgarten gießen, fand aber die Gießkanne nicht. Sie hatte sich an einem Ort versteckt, wo sie nicht hin gehört. Als ich sie endlich in der Hand hielt bemerkte ich, dass schon wieder der Gießkopf fehlte. Gießkannen aus Plastik neigen nach einiger Zeit dazu, ihren Ausguss zu verlieren. Dann habe ich mich entschlossen, ein hochwertiges Modell zu kaufen, auf das ich mich verlassen kann. Zum Glück ist der nächste Gartenfachmarkt nicht weit und die Auswahl an Gießkannen ist bestens. Gut gefallen hat mir eine französische ovale Form aus feuerverzinktem Stahlblech. Sie hat einen abnehmbaren Kopf aus Messing, der einen schönen Kontrast zu dem Metallkörper bildet. An der Verbindungsstelle sitzt zur Abdichtung ein Gummiring, der uv-beständig sein soll. Auch Frost ist angeblich schadlos. Leer lässt sie sich gut tragen, was ich auch hoffe, wenn sie mit 8 Liter Wasser befüllt ist. Es gibt auch englische Gießkannen, die ebenfalls oval sind. Da die Engländer Gartenprofis sind, vertraue ich diesem schönen Gießgefäß. Der Griff verläuft in einem Bogen und gibt der Kanne ein klassisches Aussehen. Sie wird verzinkt angeboten, sieht aber wirklich toll in grün oder rot aus. Das Material ist Stahl, anschließen farbig pulverbeschichtet. Wie eine Krone sitzt der Gießkopf aus Messing auf dem Körper und gibt ihr ein luxuriöses Aussehen. Das Fassungsvermögen beträgt in der großen Variante 8 Liter, in der kleinen 5 Liter. Erstklassig verarbeitete Gießkannen kosten natürlich mehr als einfache Gartengießkannen. Auf die Dauer ihrer Nutzung umgerechnet sind ihren Preis wert. Verlockend sind die preisgünstigeren Metallkannen schon, denn es gibt sie mit Blumendekor, gepunktet oder gestreift. Sie bringen etwas Frische in den Garten und werden vielleicht auch von denen benutzt, die üblicherweise nicht gerne Blumen gießen. Die Form entspricht eher einem Eimer mit Henkel, was wohl für ihre Normalität steht. Noch weiß ich nicht, welche ich kaufen soll.

PostHeaderIcon Brennnesseln

Für Freunde gepflegter Gärten sind Brennnesseln Unkraut, das vernichtet werden muss. Der Streit mit den Nachbarn ist vorprogrammiert, wenn sich das Kraut über die Grenzen hinweg ausbreitet. Trotzdem geben wir ihm in einer Ecke hinter dem Haus eine Chance zu wachsen, weil sich dort die Raupen der Schmetterlinge niederlassen und sich an den Blättern satt essen. Diese cleveren Tierchen fressen um die Brennhaare herum, mit denen wir häufig eine unangenehme Begegnung haben. Wenn die Schmetterlinge durch die Luft schweben, erfreuen sich alle an den prächtigen Farben. Den ganzen Sommer über blühen Brennnesseln und gehören einfach zu unserem natürlichen Umfeld. Wenn Kinder durch die Büsche streifen holen sie sich dicke Quaddeln, die beim Kontakt mit den Brennnesseln entstehen. Hier helfen nur Beruhigen und eine durchgeschnittene Zwiebel auflegen, bis der Juckreiz nachlässt.

Brennnesseln sind essbar und wurden vor allem im Krieg als Spinatersatz zubereitet. Heute sind sie bei vielen Vegetariern sowie gesundheitsbewussten Menschen wieder gefragt. Junge Triebe sollten bei der Ernte nicht größer als 20 Zentimeter sein, damit nur zarte Blätter in den Topf kommen. Keine Angst vor den Brennhaaren. Sie verlieren beim Kochen ihre Wirkung. Als Salat sorgt die Soße dafür, dass sie nicht mehr zu spüren sind. Brennnesselkäse ist eine schmackhafte Delikatesse die sogar im Supermarkt angeboten wird. Brennnesseltee wirkt blutreinigend und spült Nieren und Blase. Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen werden Tabletten mit Brennnesselwirkstoff eingesetzt.

Wer die gesunde Pflanze dennoch nicht im Garten haben will, muss sich die Mühe machen, sie wie den Löwenzahn mit der Wurzel raus zu ziehen. Regelmäßiges Drüberfahren mit dem Rasenmäher führt auch zum Erfolg, dauert allerdings einige Zeit, bis die Wurzeln komplett verschwunden sind. Vom Einsatz chemischer Vernichtungsmittel ist abzuraten, weil die Schadstoffe ins Grundwasser gelangen und wir uns damit unser eigenes Grab schaufeln würden.

PostHeaderIcon Blumenkästen

Der Geschmack mag noch so verschieden sein, jeder findet Blumenkästen passend zum Balkon und zur Architektur des Hauses. Billige Plastikkästen sind zwar leicht, sehen aber häufig sehr schnell abgenutzt und hässlich aus. Hochwertiger Kunststoff wird zur Produktion stilvoller Pflanzgefäße verwendet, die formschön gestaltet sind und eine lange Lebensdauer haben. Sie sollen sich in das Gesamtbild des Balkons oder der Dachterrasse einfügen und spielen deshalb keine geringe Rolle. Blumenkästen aus Metall erwärmen sich in der Sonne und heizen das Erdreich auf. Hier muss öfter gegossen werden, damit die Pflanzen nicht austrocknen. Wer sich für Holz entscheidet muss darauf achten, dass es gut imprägniert ist, sonst löst sich das Material durch die Feuchtigkeit auf. Vor dem Kauf von Blumenkästen zum Aufhängen muss genau geprüft werden, welche Halterungen benötigt werden. Wenn sich bei heftigem Sturm die Konstruktion löst, ist das nicht ungefährlich und es könnten noch andere Dinge zu Bruch gehen. Im guten Fachhandel wird das passende Zubehör für die Montage angeboten. Ist die richtige Wahl getroffen, kann das Bepflanzen beginnen. Die Abflusslöcher werden mit Tonscherben abgedeckt, damit überschüssiges Gießwasser und Regenwasser nicht die Nährstoffe aus dem Erdreich hinaus spülen. Mit einer leichten Kiesschicht wird nun eine Drainage gelegt, die Staunässe verhindert und der Wurzelfäule vorbeugt. Beim Kauf der Pflanzerde sollte nicht gespart werden, denn ähnlich dem Kochen gelingt alles nur mit guten Zutaten. Hochwertige Erde enthält ausreichend Nährstoffe und Dünger. Sie wird im Blumenkasten verteilt und die Pflanzen werden ohne ihre Plastiktöpfe an die gewünschte Stelle eingesetzt. Anschließend die Lücken auffüllen und die Erde immer wieder andrücken, bis die notwendige Höhe erreicht ist. Jetzt muss ordentlich gewässert werden. Das tägliche Gießen sollte nicht in der prallen Sonne geschehen, da sonst die Pflanzen verbrennen. Auch zu kaltes Wasser mögen sie nicht, es schadet den Wurzeln. In einer gefüllten Gießkanne kann sich das Wasser langsam der Außentemperatur anpassen. Wenn die Pflanzen nach ein paar Wochen gedüngt werden, zeigen sie sich in bester Laune.

PostHeaderIcon Magnolien

Gestern glich unser Magnolienbäumchen noch einer frierenden in sich zusammen gezogenen Skulptur. Am Ende der Zweige waren die Blüten noch eng verpackt und sahen aus wie Papageienschnäbel. Heute hat die Sonne der Natur Leben eingehaucht. Die Magnolienblüten haben sich geöffnet und leuchten in dem noch farblosen Garten. Die Pflanze selbst hat noch keine neuen Blätter, was die weißen tulpenförmigen Blüten noch mehr in den Mittelpunkt rückt. In der Dämmerung gleicht sie fast einer filigranen Gartenleuchte. Obwohl unsere Magnolie noch recht klein ist, hat sie die letzten schneereichen, langen Winter gut überstanden und trotzt jedem Sturm. In völliger Unkenntnis haben wir sie an einem gut sichtbaren Fleck eingepflanzt ohne zu berücksichtigen, was für ein gesundes Wachstum wichtig ist. Deshalb sieht sie auch nach fast sechs Jahren noch sehr mickrig aus. Optimal ist ein humusreicher, etwas saurer Boden, an einem sonnigen windgeschützten Platz. Diese Kriterien werden von den wenigsten Standorten erfüllt und trotzdem sehen wir riesige Magnolienbäume vor alten Villen oder in Parkanlagen. Bei ihrem Anblick entsteht der Eindruck, alle Blüten seien aus Seidenpaper handgefertigt. Ihre Blütenpracht fasziniert so sehr, dass wir uns merken, wo Magnolien stehen. Die kurze Begegnung aus Straßenbahn, Bus, Zug oder Auto berührt uns einen Moment, den wir erst später wieder abrufen. Wir verbinden Schönes und individuelle Gedanken mit diesem märchenhaften Baum.

Wir haben uns entschlossen, eine weitere Magnolie zu pflanzen, diesmal vor dem Haus. Jetzt, im Frühjahr ist die beste Pflanzzeit. Da Magnolien Flachwurzler sind, sollte drumherum der Boden nicht gehackt werden, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Das Unkraut muss deshalb auch vorsichtig entfernt werden. Zu Beginn sind die Pflanzen sehr durstig, brauchen aber auch später regelmäßig Wasser. Magnolien müssen nicht geschnitten werden, es sei denn, ein Ast ist abgestorben.

Wer Magnolien liebt, aber keinen eigenen Garten hat, kann sie auf dem Balkon in Kübel pflanzen. Sie werden dort keine acht Meter hoch, schenken aber trotzdem viel Freude.

PostHeaderIcon Löwenzahn

Mit den ersten Sonnenstrahlen kommt überall der Löwenzahl hervor. Die meisten Pflanzen haben ihre Knospen noch nicht geöffnet und werden jetzt aus dem Boden gezogen, bevor sie sich weiter vermehren. Natürlich sieht eine Wiese mit leuchtend gelben Löwenzahnblumen wunderschön aus, aber wenn sie auf dem Rasen Überhand nehmen, hört der Spaß auf. Sie verdrängen das Gras und breiten sich wie ein Teppich aus. Hier hilft nur Zupacken. Die Blätter abzureißen, bringt gar nichts, der Löwenzahn sollte mit seiner langen Wurzel aus dem Erdreich gezogen werden, am besten mit Hilfe eines Messers oder Gartengerätes. Anschließend muss das Kraut vernichtet oder in die Biotonne geworfen werden. Auf dem Komposthaufen würden sich die Pflanzen weiter entwickeln und ihre Samen überall verbreiten. Auf den gepflasterten Wegen quetscht sich der Löwenzahn durch jede Ritze und ist nur mit einem Messer rauszuholen. Aus Liebe zur Umwelt kann auf chemische Unkrautvernichtungsmittel verzichtet werden, schließlich wollen wir unser Grundwasser nicht selbst vergiften. Angeblich wird der Löwenzahn vernichtet, wenn Salz auf die Blütenblätter gestreut wird. Das wäre eine mühsame Angelegenheit bei der Vielzahl der Blüten und erscheint grausam der Natur gegenüber. Beim nächsten Regen wäscht sich das Salz ab und gelangt zu anderen Pflanzen oder in den Boden und das ist nicht Sinn der Sache.

Manche Menschen stört der Löwenzahn gar nicht. Sie sammeln die jungen Blätter und bereiten daraus einen Salat zu oder kochen sie wie Spinat. Als Tee genossen ist er harntreibend und wirkt sich positiv auf Leber, Galle und den Verdauungsapparat aus. Umschläge mit Löwenzahnbrei sollen gegen Warzen und Hühneraugen helfen. Kräuterexperten haben sicher noch mehr Rezepte auf Lager.

Wer Insekten eine Nahrungsquelle bieten möchte, sollte den blühenden Löwenzahn stehen lassen. Bienen brauchen Futterplätze für den Honig und die Bestäubung anderer Pflanzen. Besitzer von Hasen und Kaninchen können ihren Lieblingen vom Frühjahr bis zum Herbst frische Löwenzahnblätter servieren.

PostHeaderIcon Rhabarber

Rhabarber polarisiert. Der eine denkt an unangenehmen Belag auf den Zähnen, der andere denkt an leckeren Rhabarberkuchen mit Sahne. Dabei ist diese Frucht gar kein Obst sondern zählt botanisch zum Gemüse. Sie ist wie die Sauerampfer ein Knöterichgewächs und enthält sehr viel Vitamin C, Mangan und Kalium. Menschen mit Nieren- oder Gallenkrankheiten sollten Rhabarber mit Vorsicht genießen. Die in ihm enthaltene Oxalsäure wirkt auf den Körper calciumreduzierend.

Jeder größere Garten ist undenkbar ohne Rhabarber. Er wächst problemlos und kommt jedes Jahr wieder. Wie beim Spargel endet die Erntezeit am 24. Juni, am Johannistag. Wegen der hohen Oxalsäure sollte danach nicht mehr geerntet werden. Die Blätter sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden sondern nur die Stiele. Wer noch keinen Rhabarber im Garten stehen hat, kann sich leicht bei Freunden im März eine Pflanze teilen lassen und zu Hause einpflanzen. Meistens sind sie im Folgejahr wieder so groß wie die Mutterpflanze.

Neue Pflanzen werden am besten im Frühjahr oder Herbst gesetzt. Ein sonniges aber feuchtes Plätzchen ist der richtige Ort.  Grünstielig-grünfleischige Sorten haben den höchsten Säuregehalt und produzieren die dicksten Stangen. Rotstielig-rotfleischige Sorten sind säureärmer und daher milder im Geschmack. Das Mittelding sind die rotstielig-grünfleischigen Sorten. Regelmäßiges Düngen unterstützt das Wachstum. Die erste Ernte sollte aber erst im nächsten Jahr erfolgen. Die großen Blätter des Rhabarbers verdunsten sehr viel Wasser, weshalb beim Gießen der Pflanze nicht gespart werden muss. Staunässe ist aber zu vermeiden. Nach der Erntezeit werden die restlichen Blätter im Drehen entfernt.

Rhabarber eignet sich als Kuchenbelag und zur Herstellung von Marmelade. In Verbindung mit Erdbeeren wird der säuerlich-herbe Geschmack reduziert. Als Kompott passt er gut zu Pfannkuchen, Vanillepudding oder Vanilleeis.

Zum Einfrieren werden die Rhabarberstiele geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten. So können wir auch nach Ablauf der Saison den Rhabarber genießen.

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