Archiv für November 2011

PostHeaderIcon Gartenfeuer im Herbst

Ein Gartenfeuer im Herbst erzeugt zum Ende der Saison noch einmal Lagerfeuerstimmung, kann aber zu erheblichem Ärger mit den Nachbarn und der Gemeindeverwaltung führen. Geruchsbelästigung und Rauch können die Ordnungshüter auf den Plan rufen, wenn es den Nachbarn stört oder die Situation gefährlich erscheint. Häufig werden diese Feuer dazu genutzt, Reisig, kleinere Äste und Gartenabfälle zu verbrennen, weil es bequemer erscheint, als diese umweltfreundlich zu entsorgen. Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz der Bundesrepublik Deutschland sagt, dass Verwertung vor Beseitigung geht, also nichts verbrannt werden sollte, was der Natur noch dienen könnte. Wer es trotzdem nicht lassen kann, Gartenfeuer im Herbst abzubrennen, sollte einige Regeln beachten, die zum Wohle der Tiere und der Umwelt sowie unserer Gesundheit dienen. Die Vorbereitungen für das Feuer bzw. das Auftürmen von Brenngut darf erst kurz vor dem Abbrennen erfolgen, ansonsten verkriechen sich kleine Tiere oder Vögel darin, die Opfer der Flammen werden können. Nasses Laub und feuchte Äste eignen sich nicht für diese Art der Entsorgung, weil die Rauchentwicklung zu groß ist und beim Einatmen der Gesundheit schadet. Kinder sollten grundsätzlich vom Feuer ferngehalten werden, sie neigen bekannterweise dazu, noch schnell etwas hineinwerfen zu wollen, was nicht selten zu einem Unglück führt.

Wesentlich sinnvoller ist es, die Gartenabfälle zu Grünschnittsammelstellen zu bringen oder kleinere Mengen im eigenen Garten zu kompostieren. Deshalb muss niemand auf ein Gartenfeuer im Herbst verzichten, denn es gibt ungefährliche Möglichkeiten, die Romantik der lodernden Flammen zu genießen. Im Fachhandel werden Schmelzfeuer angeboten, die eine wunderbare Atmosphäre in den Garten oder auf die Terrasse zaubern, besonders, wenn mehrere Exemplare draußen verteilt stehen. Spezielle Feuerschalen, die im Sommer als Grill benutzt werden, eignen sich ebenfalls für diesen Zweck. Alle offenen Feuer müssen unter Beobachtung bleiben und zum Ende des Tages gelöscht werden.

PostHeaderIcon Gartenteich winterfest machen

Spätestens jetzt neigt sich die Gartensaison dem Ende zu und es heißt Abschied nehmen vom Draußensitzen mit Blick auf den Gartenteich. Damit auch im nächsten Jahr dieser Ort der Ruhe zu neuem Leben erwacht, müssen wir den Gartenteich winterfest machen. Das herunter gefallene Laub sammelt sich auf einem Laubschutznetz, das schon früh über den Teich gespannt wurde und das regelmäßige Laubsammeln erleichtert. So können die wenigen Fische, die der Reiher noch nicht geholt hat, weiterhin gut durchatmen. Im Winter verstecken sich die Fische an der tiefsten Stelle des Teichs, weil die Temperatur dort höher ist als an der Wasseroberfläche. Da auf dem Grund noch organische Reste vor sich hinmodern, muss der Teich eisfrei gehalten werden, damit entstehende Gase entweichen können, sonst würden die armen Fische ersticken. Zusätzlich lässt sich mit einer Sauerstoffpumpe Frischluft in den Teich pumpen. Wenn sich viele Fische im Wasser befinden, werden sie dankbar dafür sein. Jeden Morgen wird kontrolliert, ob sich Eis auf dem Wasser gebildet hat dann sofort entfernt. Das ist besser als zu warten, bis der Teich zugefroren ist, denn Fische sind sensible Tiere, denen der Lärm des Eisaufschlagens nicht gut tut.

Den Gartenteich winterfest machen heißt auch, die Pumpe abzuschalten, leer laufen zu lassen und aus dem Teich zu entfernen. Verbleibt sie im Wasser, dann entstehen Schäden durch das sich kraftvoll ausdehnende Eis. Sie kann im Keller überwintern. So genannte frostfeste Pumpen sind umstritten, da sie durch das Wasseraufwirbeln den Temperaturhaushalt des Gartenteichs durcheinander bringen, das schadet wiederum den Fischen und anderen Kleinstlebewesen. Eingebaute Technik für Wasserspeier oder Springbrunnen muss ebenfalls demontiert werden. Die dazu gehörenden Skulpturen werden an einen frostfesten Ort gebracht falls sie nicht zu schwer für den Transport sind, oder sie erhalten eine Verkleidung mit der sie den Winter überstehen.

PostHeaderIcon Gartenarbeiten im Herbst

Wer ein großes Grundstück besitzt, hat im Herbst alle Hände voll zu tun, denn ein Garten ist im Frühjahr nur schön, wenn die Gartenarbeiten im Herbst ordentlich erledigt worden sind. Sträucher und Bäume erhalten einen fachgemäßen Schnitt, der nicht zu zögerlich ausfallen sollte. Bevor die Hecke in Form gebracht wird entfernt der kluge Gärtner abgestorbene, vertrocknete Äste, bevor er mit der Schere ans Werk geht. Pflanzen werden jetzt noch einmal ausgedünnt und alles Vertrocknete entfernt. So tragen sie keinen unnötigen Ballast und können ihre ganze Kraft dem neuen Wachstum im Frühjahr widmen. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, neue Pflanzen in die Erde zu setzen, andere umzusetzen oder sie zu teilen. Obwohl es schon Nachtfröste gibt, können sich die Wurzeln im Erdreich einleben, denn der Boden ist noch nicht dauerhaft gefroren und tagsüber werden zum Teil noch zweistellige Temperaturen erreicht. Auch das Einsetzen von Blumenzwiebeln gehört zu den Gartenarbeiten im Herbst, wenn im Frühjahr Narzissen, Krokusse, Primeln und Tulpen blühen sollen. Fachleute empfehlen, die Zwiebeln doppelt so tief in den Boden zu setzen, wie sie groß sind.

Bis die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sind, sollte das Laub regelmäßig aufgesammelt  und in eine Ecke des Gartens verbracht werden, wo es Tieren, besonders Igeln, ein Winterquartier bietet. Blätter auf Pflanzen, und Hecken müssen entfernt werden, da sie ihnen die Luft nehmen, wenn sie anfangen zu faulen. Auch der Rasen sollte frei von Laub sein, denn er benötigt ebenfalls ausreichend Sauerstoff, um nicht zu vermoosen. Heruntergefallene Eicheln werden am besten eingesammelt, und bei großer Ernte zum nächsten Förster gebracht, der sie zur Winterfütterung einsetzt. Tannenzapfen dienen zum Basteln oder als Dekorationsmaterial für die bevorstehende Weihnachtszeit.

Ist der Garten aufgeräumt, werden die Wasserkräne abgedreht, Schläuche vom Restwasser befreit und elektrische Geräte, wie Teichpumpen, ins Haus geholt. Alle Werkzeuge und Geräte, die nach den Gartenarbeiten im Herbst nicht mehr benötigt werden, kommen gereinigt in den Keller, die Garage oder den Schuppen, wo sie in der neuen Saison sofort wieder gefunden werden.

PostHeaderIcon Garten im Herbst neu bepflanzen

Das Wetter erlaubt in diesem Jahr auch den Nachzüglern, den Garten im Herbst neu bepflanzen zu können.  Die Sonnenstunden, die wir im Sommer vermisst haben, gibt es nun bis Mitte November. Jetzt können noch Stauden gepflanzt werden, die im neuen Jahr ihre ganze Pracht entfalten. Obwohl die Bäume ihre Blätter abwerfen, ist der Boden für alle Wurzeln noch warm genug um „Fuß“ zu fassen. Auch die Gefahr des Austrocknens neuer Pflanzen ist im Herbst gering, da die Temperaturen dem Boden tagsüber nicht die Feuchtigkeit entziehen. So erhalten die Pflanzen ausreichend Nährstoffe und können stressfrei anwachsen. Vorhandene Hohlräume im Erdreich werden auf natürliche Weise geschlossen und unterstützen das Wurzelwachstum. Bei anhaltender Trockenheit sollte für eine ausreichende Wasserzufuhr gesorgt werden.

Wenn die meisten Pflanzen nicht mehr blühen und Laub und Unkraut entfernt sind, kann sich der Hobbygärtner einen Überblick verschaffen, wo der beste Platz für neue Gewächse ist. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, der Pfingstrose einen attraktiven Platz zu geben, wo sie viele Jahre ihre Blütenpracht zeigen wird. Farblich harmoniert sie sehr gut mit den Storchschnäbeln, die außerordentlich robust sind. Für das laufende Gartenjahr besteht nun auch die letzte Chance, noch Obstbäume, Nadelbäume, Laubbäume und Rosensträucher setzen. Auch das Verpflanzen von Sträuchern bietet sich nun an und bietet der Pflanze ein Eingewöhnungsklima bis zum Austreiben im Frühjahr.

Wer den Garten im Herbst neu bepflanzen will, muss auch weiter für ihn sorgen. Eine große Gefahr ist die Trockenheit für Kirschlorbeer, Buchsbaum und Berberitze. Häufig entsteht der Eindruck, die Pflanze hat Frostschaden genommen, wenn sie braun wird, dabei fehlt ihr einfach das Wasser. Immergrüne Nadelgehölze wie Koniferen, Wacholder, Eibe, Zedern, Kiefern, Fichten und Tannen sind im Winter durstiger als Laubbäume, deshalb sollten sie bei länger anhaltendem trockenen Wetter ordentlich gegossen werden. So ganz nebenbei können auch die Blumenzwiebeln in die Erde, die im Frühjahr für die erste Farbenpracht im Garten sorgen.

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