PostHeaderIcon Der Buchsbaum

Buxus Sempervirens ist der botanische Name für den gewöhnlichen Buchsbaum, der überall auf Friedhöfen als Grabeinfassungen dient. Vielleicht ist er dort besonders beliebt, weil er wenig Arbeit macht und nur sehr langsam wächst. Seine immergrünen ovalen Blätter lassen sich problemlos schneiden so dass die Grabpflege nicht zu aufwendig wird. Buchsbaum ist schon seit Jahrhunderten bekannt, wurde jedoch in der Renaissance ein Favorit in der französischen und italienischen Gartenarchitektur. Dieser Gartentrend verbreitete sich über ganz Mitteleuropa so dass wir heute noch Schlossgärten mit hohen Buchsbaumhecken bewundern können, die eine Höhe von bis zu acht Metern schaffen. Ein Blick aus der Vogelperspektive in diese Gärten lässt sie wie ein Gemälde erscheinen. Blumenbeete sind von Buchsbaumpflanzen durchzogen und eingerahmt, ähnlich einem Pinselstrich auf der Leinwand. Rückzugsorte für vertraute Gespräche finden sich häufig am Rand des Arials umgeben von hohem Buchsbaum. Eine besondere Spielerei waren schon sehr früh Irrgärten aus dieser Pflanze. Sie sind auf der ganzen Welt beliebt und zum Teil ein lohnendes Ausflugsziel. Für den Geheimagenten Randoll Coate wurden sie zur Leidenschaft. Er entwarf über 50 Irrgärten in verschiedenen Ländern, die meisten für Privatleute. Buchsbaum ist ideal für die Gartengestaltung, weil er sich gut in Form schneiden lässt. Es scheint uns ein Bedürfnis zu sein, Ordnung vor und hinter dem Haus zu haben, deshalb überlassen wir den Garten nicht sich selbst. Auch Firmengelände sind häufig mit Buchsbaumhecken eingefasst und ein Spalier aus in Form geschnittenen Buchsbäumen führt zum repräsentativen Eingangsbereich. Für südländisches Flair sorgen Buchsbaumkugeln in Terracotta-Pflanzgefäßen, die auf Treppen und im Hauseingang sehr einladend wirken. Ist im Garten eine Buchsbaumhecke vorhanden, darf sie gerne einen modernen Schnitt bekommen. In Wellenform oder mit heraus gearbeiteten Motiven verliert sie den dunklen Charakter und passt sich moderner Architektur an.

Das Holz des Buchsbaums ist besonders hart und wird im Geigen- und Holzblasinstrumentenbau verwendet. Holzschnitzer schätzen dieses Material ebenfalls und fertigen daraus traditionelle Skulpturen und Figuren.

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