PostHeaderIcon Johannisbeersträucher

Wie gesund Johannisbeeren sind, ist bestimmt nicht jedem bewusst, der  morgens Johannisbeergelee auf sein Toastbrot streicht. Ein Glas Saft dieser herben Frucht ist eine wahre Vitamin-C-Bombe und enthält wichtige Mineralstoffe. Den Johannisbeeren wird eine Heilwirkung bei Blasenleiden und Erkältungskrankheiten nachgesagt, zusätzlich wird der Stoffwechsel angeregt. In den kleinen Früchten konzentrieren sich Wasser, Pektin, Proteine, Mineralien, Kohlehydrate, Vitamin C, Zitronensäure, Anthocyane, Flavonoide und Fettsäuren. Die Bündelung dieser gesunden Inhaltsstoffe in einer preisgünstigen Pflanze macht die Johannisbeersträucher so attraktiv.

Bescheidene Ansprüche an das Klima und den Boden lassen sie überall gedeihen. So wuchsen bis in die 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts auf ehemaligen Trümmergrundstücken oder am Rand verwildeter Gärten Johannisbeersträucher, die von Spaziergängern abgeerntet wurden. Zu Hause im Garten sollten immer mindestens zwei Sträucher gepflanzt werden, um eine Fremdbestäubung zu gewährleisten. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, aber auch im Frühjahr kann noch in frostfreie Böden gepflanzt werden. Der Abstand sollte  1 – 2 m sein, da der Strauch sehr üppig werden kann. Der Boden muss nicht besonders tief sein, da Stachelbeersträucher Flachwurzler sind. Wie bei allen Wurzelballen sollten auch diese in Wasser gestellt ordentlich durchnässen und mit Kompost gemischt ins Erdreich eingesetzt werden. Die kräftigsten Triebe bis auf die Hälfte kürzen, die anderen bis oberhalb des Wurzelballens abschneiden.

Obwohl diese Stachelbeergewächse zu den Selbstbestäubern zählen, zeigt die Erfahrung, dass die Ernte in Gemeinschaft größer ausfällt als alleine. Ein sonniges Plätzchen verspricht viele Früchte und verhindert Schädlinge, die sich im schattigen Bereich wohlfühlen. Johannisbeersträucher haben die Neigung zu wuchern und sollten regelmäßig geschnitten werden. Vorteilhaft ist, im Herbst oder Winter die Triebe um etwa ein Drittel zurück zu schneiden und etwas auszulichten.

Von Juni bis August werden die Johannisbeeren reif, das hängt jedoch von der Sorte, der Region und des Bodens ab. Wer die Ernte nicht sofort verarbeiten möchte, kann die abgezupften Beeren tief gefrieren.  Als Saft, Gelee oder Aufgesetzter gehören sie zu den Traditionsrezepten vieler Haushalte.

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