PostHeaderIcon Pflanzkübel

Pflanzkübel passen auf jeden Balkon und sehr dekorativ auf der Terrasse oder auf dem Weg zum Hauseingang. Es ist Geschmacksache, welches Material das Gefäß haben soll. Terracotta gehört zu den Klassikern, ist befüllt aber sehr schwer zu bewegen. Zum Glück gibt es heute Kunststoffnachbildungen, die vom Originalmaterial kaum zu unterscheiden sind. Außerdem sind sie wetterfest und pflegeleicht. Pflanzkübel aus glasierter Keramik sind an sich schon ein schöner Anblick. Wer sich für Metallkübel entscheidet muss verstärkt gießen, da sich das Erdreich stark erwärmen kann. Rustikal wirken Kübel oder Tröge aus Holz, die imprägniert sein sollten, damit sich das Material nicht durch die Feuchtigkeit auflöst. Es versteht sich von selbst, dass jeder Pflanzkübel ein Abflussloch besitzt, denn Staunässe schadet den Wurzeln, die dann zu faulen beginnen. Ist die Wahl getroffen, geht es ans Pflanzen. Vorher sollte der Standort des Pflanzkübels feststehen, denn mit Erde beladen wird das Umsetzen häufig zu einer schwierigen Transaktion. Zuerst wird eine Tonscherbe auf das Abflussloch gelegt, um überschüssigem Gießwasser sowie dem Regenwasser die Möglichkeit zu geben, abzufließen. So wird verhindert, dass lebenswichtige Nährstoffe aus dem Erdreich hinaus gespült werden. Eine Schicht von 5 bis 10 cm Kies kommt auf den Boden des Pflanzgefäßes. Damit das Abflussloch nicht verstopft, wird ein Flies eingelegt, das es im Gartenfachhandel oder im Baumarkt zu kaufen gibt. Die Blumenerde wird nun schichtweise bis zur gewünschten Höhe hinein gegeben und immer wieder bis zum Rand angedrückt. Soll ein Pflanzenmix eingesetzt werden, gehören die hoch wachsenden in die Mitte und die niedrigen nach außen. Gleich große Blumen werden ebenfalls von der Mitte aus zum Rand hin eingepflanzt. Anschließend wird großzügig gegossen, was während der ersten Woche täglich erfolgen sollte. Hat sich die Erde gesetzt wird noch einmal etwas Blumenerde nachgefüllt. Nach Ablauf einiger Wochen darf der Pflanze entsprechend regelmäßig gedüngt werden. Sie wird es mit einer Blütenpracht danken.

PostHeaderIcon Tulpen

Endlich wird es bunt im Vorgarten. Jedes Jahr überraschen uns die Tulpen mit ihren verschiedenen Farben. Ihr Name stammt aus Persien und wird von dem Wort Dulbend (Turban) abgeleitet. Mittlerweile gibt es so viele Sorten mit Kreationen, deren Namen niemand behalten kann. Größter Tulpenexporteur sind die Niederlande mit über 4000 Sorten. Im Siebzehnten Jahrhundert waren Tulpenzwiebeln dort ein Zahlungsmittel und versetzten die ganze Nation in einen Rausch. Als es zu einem Börsencrash kam, verbot der Staat die Spekulation mit Tulpenzwiebeln. Tulpen sind immer noch das Nationalsymbol unserer Nachbarn.

Die Blumenzwiebeln aus geschenkten Pflanztöpfen werfen wir nicht auf den Kompost sondern setzten sie immer irgendwo in die Erde. So entsteht im Frühjahr ein anderes Bild als im Vorjahr. Es muss ja nicht jeder Garten akkurat wie ein Friedhofsbeet aussehen. Bei der Vielzahl an Tulpen, die sich gerade öffnen, ist davon auszugehen, dass sie sich nicht nur über die Ausbildung von Tochterzwiebeln vermehrt haben sondern auch über ihre Samen, was etwas länger dauert. Manche Gartenfreunde buddeln die Zwiebeln im Oktober aus, trennen die jungen von den alten und setzten sie im November wieder ein. Als Pflanztiefe und als Abstand der Zwiebeln sind 12 bis 15 cm ratsam. Hautempfindliche Menschen sollten bei diesem Vorgang Handschuhe tragen, denn Tulpen enthalten Tulipanin, was bei Kontakt zu Hautreizungen oder Tulpendermatitis führen kann.

Wenn die Blütenpracht verschwindet, dürfen nur die verdorrten Blütenköpfe abgetrennt werden, Auch wenn es nicht mehr hübsch aussieht, benötigen die Tulpen das restliche Gewächs zur Bildung neuer Zwiebeln. Erst wenn alles vertrocknet ist, kann der Rest entfernt werden. Auf Empfehlung eines Gartenfreunds werden wir ein paar Stauden pflanzen. Sie überdecken unschöne Stellen und machen im Frühjahr nach ihrem Rückschnitt wieder Platz für die neu austreibenden Blumen. Der Garten ist eine ständige Herausforderung voller Überraschungen.

PostHeaderIcon Gewächshäuser

Hier sind nicht die Glashäuser zum Tomatenzüchten gemeint, sondern die großen Gewächshäuser, die auch als Wintergarten dienen. Sie kamen im Neunzehnten Jahrhundert in Mode, um koloniale Pflanzen zu repräsentieren und botanische Forschungen durchzuführen. Kunstvoll gefertigte Konstruktionen aus Glas und Stahl wurden auch im Privatbereich immer beliebter und als Außenwohnzimmer genutzt. Vom Prinzip her hat sich bis heute wenig geändert. Gewächshäuser sind ein Rückzugsraum, in dem sich der eine oder andere seinem Hobby widmet. Moderne Solartechnik sorgt für ein gleich bleibendes warmes Klima und gibt seltenen Pflanzen einen Lebensraum. Hersteller von Hightech Gewächshäusern installieren eine Dreifachverglasung, die in ihrer Wärmedämmhülle Werte einer massiven Wand erreichen kann. Spätestens im nächsten Winter zeigt sich, dass durch diese Investition der Energieverbrauch zum Heizen niedriger ausfällt als vorher.

Wer mit seinem Grundstück ein altes Gewächshaus erwirbt, sollte es nicht abreißen. Es gibt Spezialisten, die wieder ein Schmuckstück daraus machen, indem sie es nach alten Vorbildern restaurieren. Die Nachfrage nach Gewächshäusern ist groß und das Angebot erstreckt sich über alle Stilarten. Romantiker finden ihren Platz in der Glashausarchitektur des Neunzehnten Jahrhunderts, müssen aber auf die Errungenschaften modernster Technik nicht verzichten. Die Sehnsucht nach südlichen Gefilden lässt sich in mediterran gestalteten Gewächshäusern genießen, die mit Zitrusfrüchten und Olivenbäumen zum perfekten Ambiente beitragen. Der Anbau eines Glashauses an das Wohngebäude ist nicht selten und schafft einen völlig neuen Wohnwert. Stahl, Aluminium oder Holz bilden das Korsett für Glas- oder Polycarbonatplatten. Der Kunde bestimmt in welchem Stil das Gewächshaus erstellt werden soll. Architekten entwerfen überraschende bauliche Kunstwerke oder empfehlen Fertighäuser, die dem individuellen Geschmack gerecht werden.

Auch in der gehobenen Gastronomie finden sich Gasträume, die in einem Gewächshaus untergebracht sind. Hier entsteht mit der richtigen Bepflanzung eine besondere Atmosphäre, die an den letzten Urlaub erinnert. Die entsprechende Küche sorgt für das perfekte Ambiente und Genuss ohne Jahreszeitenwechsel.

PostHeaderIcon Gartenkräuter

Gartenkräuter ziehen ist kein Kunststück, weil sie sich wild vermehren. Wenn sich im Frühjahr die ersten Kräuter draußen zeigen kommt mit ihnen die Lust auf frischen Salat. Immer der Nase nach geht es zum Bärlauch. Der ist schon von Weiten zu riechen und erinnert an den Duft von frischem Knoblauch. Ein paar geschenkte Pflanzen haben sich in der hintersten Ecke zwischen den Tannen breit gemacht und bereichern Quiches, Pizzen und Aufläufe. Beim Sammeln im Wald ist Vorsicht geboten, da das Verwechseln mit Maiglöckchen tödlich enden kann. Spätestens im Mai blüht der Bärlauch und sollte dann nicht mehr gepflückt werden. Damit die Gartenkräuter sich nicht wie ein Teppich ausbreiten, ist es sinnvoll ihnen einen festen Platz zu geben. Ein schön eingefasstes Beet oder eine selbst gebaute Kräuterschnecke an einem sonnigen Fleck garantieren frische Zutaten bis zum Herbst. Gartenkräuter lassen sich durch Trocknen oder Einfrieren gut konservieren und garantieren Bio-Qualität. Mit der Aussaat ist immer Geduld verbunden, so dass wir lieber vorgezogene Kräuter im Topf einkaufen. Dabei sollte auf gute Qualität geachtet und nicht am Cent gespart werden. Das Angebot ist riesengroß und bringt Abwechslung in die Küche. Jeder hat seine Favoriten.

Die Zitronenmelisse erzeugt nicht nur einen erfrischenden Duft, sie sieht auch wunderbar als Dekoration auf Torten, Nachspeisen und Getränken aus. Bienen und andere Insekten nutzen dieses Kraut als Futterquelle, Liebhaber von natürlichen Heilmitteln setzen sie für und gegen alles ein. Pfefferminze im Garten liefert nicht nur die Blätter für den Tee, sie ist die Grundlage für die englische Minzsauce und schmeckt gut zu Tsatsiki. Petersilie, Schnittlauch, Dill und Bohnenkraut gehören zum Standardprogramm. Gartenkräuter für die italienische Küche können schon einmal Probleme machen, wenn der Sommer nicht warm genug ist. Basilikum, Oregano und Thymian gedeihen dann besser im Topf auf der Fensterbank.

PostHeaderIcon Der Buchsbaum

Buxus Sempervirens ist der botanische Name für den gewöhnlichen Buchsbaum, der überall auf Friedhöfen als Grabeinfassungen dient. Vielleicht ist er dort besonders beliebt, weil er wenig Arbeit macht und nur sehr langsam wächst. Seine immergrünen ovalen Blätter lassen sich problemlos schneiden so dass die Grabpflege nicht zu aufwendig wird. Buchsbaum ist schon seit Jahrhunderten bekannt, wurde jedoch in der Renaissance ein Favorit in der französischen und italienischen Gartenarchitektur. Dieser Gartentrend verbreitete sich über ganz Mitteleuropa so dass wir heute noch Schlossgärten mit hohen Buchsbaumhecken bewundern können, die eine Höhe von bis zu acht Metern schaffen. Ein Blick aus der Vogelperspektive in diese Gärten lässt sie wie ein Gemälde erscheinen. Blumenbeete sind von Buchsbaumpflanzen durchzogen und eingerahmt, ähnlich einem Pinselstrich auf der Leinwand. Rückzugsorte für vertraute Gespräche finden sich häufig am Rand des Arials umgeben von hohem Buchsbaum. Eine besondere Spielerei waren schon sehr früh Irrgärten aus dieser Pflanze. Sie sind auf der ganzen Welt beliebt und zum Teil ein lohnendes Ausflugsziel. Für den Geheimagenten Randoll Coate wurden sie zur Leidenschaft. Er entwarf über 50 Irrgärten in verschiedenen Ländern, die meisten für Privatleute. Buchsbaum ist ideal für die Gartengestaltung, weil er sich gut in Form schneiden lässt. Es scheint uns ein Bedürfnis zu sein, Ordnung vor und hinter dem Haus zu haben, deshalb überlassen wir den Garten nicht sich selbst. Auch Firmengelände sind häufig mit Buchsbaumhecken eingefasst und ein Spalier aus in Form geschnittenen Buchsbäumen führt zum repräsentativen Eingangsbereich. Für südländisches Flair sorgen Buchsbaumkugeln in Terracotta-Pflanzgefäßen, die auf Treppen und im Hauseingang sehr einladend wirken. Ist im Garten eine Buchsbaumhecke vorhanden, darf sie gerne einen modernen Schnitt bekommen. In Wellenform oder mit heraus gearbeiteten Motiven verliert sie den dunklen Charakter und passt sich moderner Architektur an.

Das Holz des Buchsbaums ist besonders hart und wird im Geigen- und Holzblasinstrumentenbau verwendet. Holzschnitzer schätzen dieses Material ebenfalls und fertigen daraus traditionelle Skulpturen und Figuren.

PostHeaderIcon Radieschen

Endlich sind die selbst gezogenen Radieschen da. Zum ersten Mal haben wir sie in Blumenkästen gesät und sind erstaunt, wie gut sie gelungen sind. Schon im März kann es losgehen. Wichtig ist, dass das Pflanzgefäß tief genug ist und der Abstand der Samenkörner 4 – 5 cm beträgt. Ansonsten hängen die Radieschen zu dicht aufeinander und können sich nicht richtig entwickeln. Das Ergebnis ist dann sehr spillerig. Starke Sonneneinstrahlung ist nicht besonders förderlich, aber schön feucht sollte die Erde sein. Nach etwa vier Wochen zeigen sich die prallen roten Kugeln. Je mehr Feuchtigkeit sie während des Wachstums erhalten haben, desto milder ist ihr Geschmack. Trockene Radieschen werden schrumpelig und bekommen eine zu starke Schärfe. Bis September kann immer wieder nachgesät werden, so dass den ganzen Sommer über Erntezeit ist. Wer lieber im Garten Radieschen anbaut, sollte warten, bis der Boden mindestens 10° C erreicht hat. Dann Reihen mit einem Abstand von 10 cm ziehen und nach dem gleichen Prinzip vorgehen wie auf dem Balkon. Bis Oktober gibt es dann eigenes Biogemüse.

Radieschen erhalten ihre Schärfe durch die hohe Konzentration an Senfölen. Diese helfen dem Körper beim „Frühjahrsputz“ und regen die Gallenproduktion an. Wer regelmäßig davon isst, wird keine Verdauungsprobleme bekommen, außerdem wirken sie entzündungshemmend. Ihre praktische Form lässt sich gut zum Schulbrot legen oder mit zur Arbeit nehmen. Vor allem im Sommer sind sie herzhaft und erfrischend zugleich. Mit nur 14 Kcal auf 100 g sind sie der ideale Begleiter einer Abspeckkur, machen aber auch optisch auf allen Salaten und Sandwiches einen tollen Eindruck.

Beim Kauf von Radieschen immer einen Blick auf die Wurzeln und Blätter werfen. Vergilbte Blätter und unschöne Wurzeln sind ein Zeichen für schlechte Ware. Nur frisch schmecken sie gut und sollten deshalb zügig verbraucht werden. Übrig gebliebene Radieschen können in ein feucht eingewickeltes Tuch ein paar Tage im Kühlschrank bleiben. In Kunststoffdosen verlieren sie an Qualität.

PostHeaderIcon Erdbeeren

Schon der Gedanke an Erdbeeren mit frischer Sahne oder Vanilleeis löst einen Schluckreflex aus. Dieser fruchtige Geschmack in Verbindung mit dem kraftvollen Rot macht uns einfach glücklich. Genuss ohne Reue bieten Erdbeeren pur, denn sie haben wenige Kalorien und enthalten mehr Vitamin C als Zitronen oder Apfelsinen.

Im Handel werden das ganze Jahr über Erdbeeren angeboten, die einmal um den Erdball transportiert werden oder in Südeuropa unter Planen mit Hilfe von Chemie großgezogen werden. Da in unseren Breiten auch Erdbeeren wachsen, lohnt sich ein Versuch im heimischen Garten. Unter den über Tausend Sorten gibt es spezielle Gartenerdebeeren, die einen reichen Ertrag versprechen. Einsteiger des Erdbeeranbaus sollten sich im Fachhandel beraten lassen. Billige Massenware neigt häufig zu Wurzelfäule oder anderen Krankheiten. Wer Qualität ernten möchte, muss auch Qualität einpflanzen. Die beste Pflanzzeit ist Juli/August, aber manchmal klappt es auch schon nach den Eisheiligen. Ein sonniger und windgeschützter Platz im Garten ist der richtige Standort. Erfahrungen zeigen, dass sehr früh gepflanzte Erdbeeren weniger Früchte tragen, als spät eingesetzte. Moderne Züchtungen wachsen in fast allen Böden, wichtig ist eine regelmäßige Düngung mit Humus. Der Abstand von einer Reihe zur nächsten sollte 60 cm betragen und zur nächsten Pflanze jeweils 30 cm. Die Wurzeln brauchen ausreichend im Platz in der Erde und das so genannte Herz der Pflanze muss über der Erdoberfläche sein. Damit die zu erwartenden Früchte nicht auf dem feuchten Boden aufliegen und schimmeln, etwas Stroh unter die Blätter legen. Zu Beginn  morgens und abends gießen, um ein Austrocknen zu verhindern. Nur reife, rote Früchte sollten geerntet werden, da Erdbeeren nicht nachreifen. Wir kennen das Problem bei Supermarkt-Erdbeeren. Häufig ist die Hälfte des Schaleninhalts noch grün und von Süße ist nichts zu schmecken.

Auch auf dem Balkon lassen sich Erdbeeren züchten. Spezielle Sorten, wie Hängeerdebeeren passen in jeden Pflanzkübel oder Blumenkasten.

PostHeaderIcon Hecken im Garten

Seit Jahrhunderten dienen Hecken zur Einfassung landwirtschaftlicher Flächen und tragen zum ökologischen Gleichgewicht der Natur bei. Sie bremsen den Wind und sorgen dafür, dass der Boden nicht austrocknet und fungieren als Lärmschutz. Viele Tier- und Vogelarten finden dort ihr zu Hause. Im eigenen Garten sind sie nicht nur eine optische Bereicherung sondern filtern Abgase, Staub und Schmutz. Hecken sind ein idealer Sichtschutz vor neugierigen Blicken der Nachbarn oder Passanten und tragen dazu bei, dass die Privatsphäre nicht gestört wird. Welch ein Glück, wenn das erworbene Grundstück von einer hohen Hecke umgeben ist. So mancher Garten wirkt dadurch sehr romantisch. Vor dem Kauf des Arials sollte der Schattenwurf verfolgt werden, schließlich möchte niemand auf ein sonniges Plätzchen verzichten. Beim Anlegen einer neuen Hecke ist es ratsam, einen Experten hinzuzuziehen. Schon bei der Auswahl der eng beieinander stehenden Sträucher sollte an die späteren Bewohner gedacht werden. Hecken aus nicht heimischen Gehölzen wie Lebensbaum oder Buchsbaum finden sich in fast allen Gärten von Reihenhaussiedlungen. Sie erfüllen ihren Ordnungszweck und werden ordentlich in Fasson geschnitten, geben den Vögeln und Insekten jedoch kaum Nahrung. Große Gärten, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher Blumen und Sträucher wachsen, können sich diese Art Hecken leisten. Hier gibt es genug Alternativen zur Futtersuche. Kunstvoll in Form geschnittene Buchsbaumhecken machen aus einem romantischen Garten ein Klein-Versailles. Hecken mit Beerenfrüchten, wie Berberitze, Rotdorn und Weißdorn sehen prächtig aus, verleiten Kinder aber zum Probieren. Liguster, Rotbuche und Kirschlorbeer entwickeln sich zu voluminösen Hecken, die oft geschnitten werden müssen. Dabei ist zu beachten, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September wegen der Brutzeit der Vögel der Heckenschnitt durch das Bundesnaturschutzgesetz verboten ist. Einzelregelungen hierzu haben die Bundesländer getroffen. Des lieben Friedens willen sollten die Nachbarn von einer geplanten Hecker erfahren. Der Grenzabstand beim Pflanzen der Sträucher soll 1,5 m betragen.

PostHeaderIcon Gießkannen

Heute habe ich mich wieder über unsere große Gießkanne geärgert. Wegen der Trockenheit wollte ich schon früh morgens die Blumen im Vorgarten gießen, fand aber die Gießkanne nicht. Sie hatte sich an einem Ort versteckt, wo sie nicht hin gehört. Als ich sie endlich in der Hand hielt bemerkte ich, dass schon wieder der Gießkopf fehlte. Gießkannen aus Plastik neigen nach einiger Zeit dazu, ihren Ausguss zu verlieren. Dann habe ich mich entschlossen, ein hochwertiges Modell zu kaufen, auf das ich mich verlassen kann. Zum Glück ist der nächste Gartenfachmarkt nicht weit und die Auswahl an Gießkannen ist bestens. Gut gefallen hat mir eine französische ovale Form aus feuerverzinktem Stahlblech. Sie hat einen abnehmbaren Kopf aus Messing, der einen schönen Kontrast zu dem Metallkörper bildet. An der Verbindungsstelle sitzt zur Abdichtung ein Gummiring, der uv-beständig sein soll. Auch Frost ist angeblich schadlos. Leer lässt sie sich gut tragen, was ich auch hoffe, wenn sie mit 8 Liter Wasser befüllt ist. Es gibt auch englische Gießkannen, die ebenfalls oval sind. Da die Engländer Gartenprofis sind, vertraue ich diesem schönen Gießgefäß. Der Griff verläuft in einem Bogen und gibt der Kanne ein klassisches Aussehen. Sie wird verzinkt angeboten, sieht aber wirklich toll in grün oder rot aus. Das Material ist Stahl, anschließen farbig pulverbeschichtet. Wie eine Krone sitzt der Gießkopf aus Messing auf dem Körper und gibt ihr ein luxuriöses Aussehen. Das Fassungsvermögen beträgt in der großen Variante 8 Liter, in der kleinen 5 Liter. Erstklassig verarbeitete Gießkannen kosten natürlich mehr als einfache Gartengießkannen. Auf die Dauer ihrer Nutzung umgerechnet sind ihren Preis wert. Verlockend sind die preisgünstigeren Metallkannen schon, denn es gibt sie mit Blumendekor, gepunktet oder gestreift. Sie bringen etwas Frische in den Garten und werden vielleicht auch von denen benutzt, die üblicherweise nicht gerne Blumen gießen. Die Form entspricht eher einem Eimer mit Henkel, was wohl für ihre Normalität steht. Noch weiß ich nicht, welche ich kaufen soll.

PostHeaderIcon Brennnesseln

Für Freunde gepflegter Gärten sind Brennnesseln Unkraut, das vernichtet werden muss. Der Streit mit den Nachbarn ist vorprogrammiert, wenn sich das Kraut über die Grenzen hinweg ausbreitet. Trotzdem geben wir ihm in einer Ecke hinter dem Haus eine Chance zu wachsen, weil sich dort die Raupen der Schmetterlinge niederlassen und sich an den Blättern satt essen. Diese cleveren Tierchen fressen um die Brennhaare herum, mit denen wir häufig eine unangenehme Begegnung haben. Wenn die Schmetterlinge durch die Luft schweben, erfreuen sich alle an den prächtigen Farben. Den ganzen Sommer über blühen Brennnesseln und gehören einfach zu unserem natürlichen Umfeld. Wenn Kinder durch die Büsche streifen holen sie sich dicke Quaddeln, die beim Kontakt mit den Brennnesseln entstehen. Hier helfen nur Beruhigen und eine durchgeschnittene Zwiebel auflegen, bis der Juckreiz nachlässt.

Brennnesseln sind essbar und wurden vor allem im Krieg als Spinatersatz zubereitet. Heute sind sie bei vielen Vegetariern sowie gesundheitsbewussten Menschen wieder gefragt. Junge Triebe sollten bei der Ernte nicht größer als 20 Zentimeter sein, damit nur zarte Blätter in den Topf kommen. Keine Angst vor den Brennhaaren. Sie verlieren beim Kochen ihre Wirkung. Als Salat sorgt die Soße dafür, dass sie nicht mehr zu spüren sind. Brennnesselkäse ist eine schmackhafte Delikatesse die sogar im Supermarkt angeboten wird. Brennnesseltee wirkt blutreinigend und spült Nieren und Blase. Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen werden Tabletten mit Brennnesselwirkstoff eingesetzt.

Wer die gesunde Pflanze dennoch nicht im Garten haben will, muss sich die Mühe machen, sie wie den Löwenzahn mit der Wurzel raus zu ziehen. Regelmäßiges Drüberfahren mit dem Rasenmäher führt auch zum Erfolg, dauert allerdings einige Zeit, bis die Wurzeln komplett verschwunden sind. Vom Einsatz chemischer Vernichtungsmittel ist abzuraten, weil die Schadstoffe ins Grundwasser gelangen und wir uns damit unser eigenes Grab schaufeln würden.

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