PostHeaderIcon Pfingstrosen

Gärten und Parkanlagen haben sich in ein Farbenmeer verwandelt. Die Pfingstrose, botanisch Paeonia, hat ihren großen Auftritt und zeigt sich in voller Blüte. Schon von weitem beeindruckt dieses elegante Gewächs mit prallen Köpfen. Wer in sie hineinschaut entdeckt eine Quelle an Blütenblättern, die nicht aufhört zu sprudeln. Ihr Durchmesser kann bis zu 25 cm groß werden. Wie gerüschtes Seidenpapier erinnert sie an teure China-Servietten. Schon über 2000 Jahre pflanzen die Chinesen Pfingstrosen und nutzten sie als Heilpflanze. Sie gilt als Blume des Reichtums und Glücks. Auch Hildegard von Bingen lobte die heilende Wirkung der Pflanze gegen verschiedene Krankheiten. Extrakte werden heute noch in der Naturheilkunde eingesetzt. In der griechischen Mythologie  erhält der Namensgeber Paeon von  Aesculap, dem Gott der Medizin, eine Pfingstrose und heilt damit andere Götter. Seit dem Mittelalter kultivieren die Menschen diese Gartenstaude, zuerst als Medizin, dann zunehmend als Zierpflanze. Abbildungen von Pfingstrosen finden sich seit frühester Zeit in China, in Europa seit dem 15. Jahrhundert. Frankfurt ist stolzer Besitzer des Gemäldes „Paradiesgärtlein“ das 1410 ein unbekannter Maler mit Pfingstrosen versehen hat. Auch Manet, Delacroix und Renoir scheinen von den zauberhaften Blüten fasziniert gewesen zu sein. In Bauerngärten finden wir bis heute die europäische Bauernpfingstrose. In Gärten sowie in öffentlichen Räumen setzt sich immer mehr die Chinesische Staudenpfingstrose durch. Wer sie in seinem Garten pflanzen möchte, sollte sie im Herbst an einen sonnigen bis halbschattigen Platz einsetzen, der windgeschützt ist. Ein tiefgründiger fruchtbarer Lehm oder Lehm-Sandboden bietet die besten Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum. Ihre volle Pracht entfaltet die Pfingstrose aber erst nach drei bis vier Jahren. Sie sollte nicht umgesetzt werden und ab und zu Dünger erhalten. Als Dank zeigt sie viele Jahre wunderschöne Blüten. Wenn die Staude an Volumen zunimmt, ist es ratsam sie abzustützen. Ein geringer Aufwand beschert uns eine wundervolle Pflanze.

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