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Endlich wird es bunt im Vorgarten. Jedes Jahr überraschen uns die Tulpen mit ihren verschiedenen Farben. Ihr Name stammt aus Persien und wird von dem Wort Dulbend (Turban) abgeleitet. Mittlerweile gibt es so viele Sorten mit Kreationen, deren Namen niemand behalten kann. Größter Tulpenexporteur sind die Niederlande mit über 4000 Sorten. Im Siebzehnten Jahrhundert waren Tulpenzwiebeln dort ein Zahlungsmittel und versetzten die ganze Nation in einen Rausch. Als es zu einem Börsencrash kam, verbot der Staat die Spekulation mit Tulpenzwiebeln. Tulpen sind immer noch das Nationalsymbol unserer Nachbarn.

Die Blumenzwiebeln aus geschenkten Pflanztöpfen werfen wir nicht auf den Kompost sondern setzten sie immer irgendwo in die Erde. So entsteht im Frühjahr ein anderes Bild als im Vorjahr. Es muss ja nicht jeder Garten akkurat wie ein Friedhofsbeet aussehen. Bei der Vielzahl an Tulpen, die sich gerade öffnen, ist davon auszugehen, dass sie sich nicht nur über die Ausbildung von Tochterzwiebeln vermehrt haben sondern auch über ihre Samen, was etwas länger dauert. Manche Gartenfreunde buddeln die Zwiebeln im Oktober aus, trennen die jungen von den alten und setzten sie im November wieder ein. Als Pflanztiefe und als Abstand der Zwiebeln sind 12 bis 15 cm ratsam. Hautempfindliche Menschen sollten bei diesem Vorgang Handschuhe tragen, denn Tulpen enthalten Tulipanin, was bei Kontakt zu Hautreizungen oder Tulpendermatitis führen kann.

Wenn die Blütenpracht verschwindet, dürfen nur die verdorrten Blütenköpfe abgetrennt werden, Auch wenn es nicht mehr hübsch aussieht, benötigen die Tulpen das restliche Gewächs zur Bildung neuer Zwiebeln. Erst wenn alles vertrocknet ist, kann der Rest entfernt werden. Auf Empfehlung eines Gartenfreunds werden wir ein paar Stauden pflanzen. Sie überdecken unschöne Stellen und machen im Frühjahr nach ihrem Rückschnitt wieder Platz für die neu austreibenden Blumen. Der Garten ist eine ständige Herausforderung voller Überraschungen.

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